

08.02.2007 (hwr) - „Jeder fünften deutschen Klinik droht die Insolvenz“ + + + „Kliniksterben bundes- und landesweit“ + + + „Krankenhäuser geraten in Finanznot“ + + + „Kliniken fürchten Kostenlawine“
Die Auswahl von Schlagzeilen der vergangenen Wochen macht deutlich, dass in der Krankenhauslandschaft ein rauer Wind weht. Der zunehmende Kostendruck im Gesundheitswesen bringt allerorten die Träger der Kliniken in eine Lage, in der sie ernsthaft überlegen müssen, wie sie sich positionieren müssen, um die Herausforderungen der Zukunft zu bestehen.
Handlungsbedarf
In dieser Situation sehen die Ratsfraktionen von CDU und FDP dringenden Bedarf, in Mönchengladbach die Krankenhauslandschaft rechtzeitig so zu ordnen, dass die erstklassige medizinische Versorgung der Menschen in Mönchengladbach sichergestellt bleibt. „Wir wollen die Qualität des Angebots erhalten und mit unserer Initiative dazu beitragen, dass in den Krankenhäusern unserer Stadt auch zukünftig ein breites medizinisches Spektrum abgedeckt wird“, begründet CDU-Fraktionsvorsitzender Rolf Besten den CDU/FDP-Antrag, mit dem die Verwaltung gebeten wird, mit den Trägern der in Mönchengladbach tätigen Akut-Krankenhäusern Möglichkeiten eines Verbundes zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Weitere Schritte unausweichlich
FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Anno Jansen-Winkeln: „Ein solcher Verbund kann eine Holding sein, doch wir stehen auch anderen Lösungen offen gegenüber. Klar ist, dass die vorhandenen Strukturen dauerhaft nicht zu halten sein werden.“ Es sei anzuerkennen, dass die Mönchengladbacher Akut-Krankenhäuser sich bereits den Herausforderungen der veränderten Rahmenbedingungen stellten und entsprechende organisatorische Maßnahmen eingeleitet hätten, aber weitere Schritte im Sinne einer Bündelung des Angebots seien unausweichlich.
CDU und FDP sind sich einig, dass es in der nun intensiver zu führenden Diskussion in erster Linie nicht um Standortfragen, sondern um verbesserte Zusammenarbeit von Städtischen Kliniken, Kliniken Maria Hilf, Krankenhaus Neuwerk und Bethesda-Krankenhaus im medizinischen und organisatorischen Bereich gehen muss. Rolf Besten: „Wir betonen noch einmal, dass es für uns keinen Zweifel daran gibt, dass der Krankenhaus-Standort Rheydt erhalten bleibt.“
Richtungsweisende Beschlüsse
In der Begründung des CDU/FDP-Antrags heißt es, dass der Rat der Stadt Mönchengladbach in den vergangenen Jahren durch die Umwandlung des Elisabeth-Krankenhauses Rheydt e.V. in eine GmbH und die Fusion mit der Städtischen Hardterwald-Klinik GmbH bereits richtungsweisende Beschlüsse gefasst hat.
Veränderte Rahmenbedingungen seien für die Ratsfraktionen von CDU und FDP nun Anlass für die Prüfung der Frage, ob die Organisationsstruktur der Mönchengladbacher Akut-Krankenhäusern geeignet ist, unter diesen veränderten Rahmenbedingungen nachhaltig die hervorragende medizinische Versorgung der Menschen in Mönchengladbach sicherzustellen oder sogar zu verbessern.
Angebote bündeln
So sei es notwendig, Ressourcen und medizinische Angebote zu bündeln, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Damit die medizinische Angebotsvielfalt in Mönchengladbach erhalten und ausgebaut werden könnten, sollten gemeinsame Planungen und gemeinsame Organisationsstrukturen angestrebt werden.