
13.05.2009 - Die Junge Union im Stadtbezirk Nord, zu dem die Gladbacher Innenstadt gehört, reagiert mit Unverständnis auf die neuerlichen Sanierungsarbeiten am Pflaster der Hindenburgstraße. „Das Pflaster-Desaster ist ein Paradebeispiel mangelhafter Stadtplanung“, kritisiert der Vorsitzende Arno Barth.
Widersprüchliche Ziele
Anstatt ein stimmiges Gesamtkonzept zu beschließen und umzusetzen, habe man zwischen Bahnhof und Markt in den letzten zehn Jahren völlig widersprüchliche Ziele verfolgt. „Einerseits teures Natursteinpflaster, anderseits massiver Schwerlastverkehr – man muss kein Baugutachter sein um zu wissen, das dies nicht funktionieren kann“, wundert sich Barth. Die Entscheidungsträger in Mönchengladbach müssten sich vielmehr grundsätzlich entscheiden. „Entweder eine wirkliche Fußgängerzone oder die Hauptverkehrsachse des hiesigen Personenahverkehrs – beides zusammen kann nicht funktionieren.“
Handlungsbedarf überfällig
Simon Schmitz, stellvertretender Vorsitzender der JU Nord, lässt keinen Zweifel daran, welche Option der CDU-Nachwuchs dabei vorzieht: „Straßen für Busse gibt es in der Innenstadt genug, hierfür muss nicht die Einkaufstraße herhalten.“ Die ständigen Sanierungsarbeiten des Bodenbelages sind für den CDU-Nachwuchspolitiker sichtbares Zeichen des überfälligen Handlungsbedarfes. Seit Jahren würden in Politik, Verwaltung und NVV Modelle diskutiert, um die enorme Busbelastung bei Beibehaltung einer Transportmöglichkeit zu reduzieren. „Oft wird in der Debatte um Alternativkonzepte die fehlende Finanzierung angefügt. Doch jede Investition in eine Problemlösung, selbst die Rückzahlung von Landesgeldern, ist langfristig besser, als Geld für die Verschleppung der Lösung auszugeben“, so Schmitz.