
15.12.2009 (hwr) - Ein geordnetes Verfahren, das vor allem Rücksicht auf die Schülerinnen und Schüler nimmt, ist für die CDU-Fraktion eine wichtige Voraussetzung dafür, der auslaufenden Auflösung der Hauptschulen Eicken, Giesenkirchen und Wickrath zustimmen zu können. Deshalb haben die Christdemokraten für die Ratssitzung eine Erweiterung des von der Verwaltung vorgelegten Beschlussentwurfs beantragt. Ziel ist, dass die Verwaltung gemeinsam mit den Leitern der betroffenen Hauptschulen ein Konzept erarbeitet, das den Fortbestand bestehender Klassenverbände ermöglicht.
Gespräche mit Schulleitern
In Gesprächen mit den Schulleitern haben CDU-Politiker erfahren, dass ohne ein solches Konzept die Gefahr besteht, dass sich im Laufe der bis zu fünf Jahre, über die sich die auslaufende Auflösung der Schulen erstreckt, immer wieder einzelne Schüler zu anderen Hauptschulen ummelden und irgendwann aufgrund zu geringer Klassenstärken kein geordneter Unterricht mehr möglich ist.
Viel besser wäre es aus Sicht der Schulleiter, den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig die Perspektive zu geben, mit kompletten Klassenverbänden an eine der fortbestehenden Hauptschulen wechseln zu können. Das würde die Unterrichtsplanung an den auslaufenden Schulen leichter machen, aber auch die sozialen Verbindungen der Schülerinnen und Schüler erhalten.
Ja zum dreigliedrigen System
„Diesen Wunsch der Schulleiter unterstützen wird gern, weil er auch dazu beiträgt, die fortbestehenden Hauptschulen zu stärken“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Peter Schlegelmilch. „Das wollen wir ausdrücklich, denn die CDU steht nach wie vor zum dreigliedrigen Schulsystem, in dem die Hauptschulen eine wichtige Rolle spielen.“
Eine weitere Ergänzung des Beschlussentwurfs, den die CDU-Fraktion beantragt, betrifft die zukünftige Nutzung der durch die auslaufende Auflösung der drei Hauptschulen frei werdenden Räume bzw. Gebäude. Auch hier fordert die CDU, frühzeitig ein Konzept zu erarbeiten, damit es nicht zu Leerständen kommt. Soweit keine weitere schulische oder sonstige verwaltungsinterne Nutzung möglich oder sinnvoll ist, so der CDU-Antragstext, soll die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach beteiligt werden, um die Räume bzw. Gebäude wirtschaftlich zu verwerten.