

03.09.2010 (JK) - Der Kreisvorstand der Mönchengladbacher CDU hat sich mit dem geplanten Islamisten-Zentrum in Eicken beschäftigt. Der Vorstand unterstrich dabei, dass die CDU jede Form des Extremismus ablehnt.
„Die CDU duldet keine Extremisten – nicht von rechts, links und auch nicht von religiösen Fanatikern“, so die einhellige Meinung der Vorstandsmitglieder. Direkt nach Bekanntwerden der Umzugspläne des Vereins „Einladung zum Paradies“ von Braunschweig nach Eicken hatte die CDU deutliche Worte in Richtung dieses Vereins gefunden.
Nicht willkommen
Der Kreisvorsitzende Dr. Günter Krings unterstrich diese Meinung im Vorstand noch einmal: „Wer sich nicht an die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Landes hält, ist bei uns nicht willkommen. Wer sich öffentlich für die Steinigung von Frauen und das Köpfen von Ungläubigen ausspricht oder sich von solchen Steinzeit-Forderungen nicht eindeutig distanziert, zeigt, dass er fundamental den Werten unseres Kulturkreises widerspricht und diese nicht anerkennt.“ Die CDU lehne daher auch jedes Gespräch mit dem Verein „Einladung zum Paradies“ ab.
Krings unterstrich die Gefährlichkeit des Vereins. „Experten des Verfassungsschutzes oder des Bundeskriminalamtes sind eindeutig der Auffassung, dass Salafisten einen besonders gefährlichen Nährboden für Terroristen bilden“, so Krings. Es sei daher richtig, dass der Verfassungsschutz den Verein „Einladung zum Paradies“ beobachte. Auch ein Verbot des Vereins müsse weiter geprüft werden. Zu diesem Zusammenhang haben die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Norbert Post und Michael Schroeren bereits eine Kleine Anfrage im Landtag gestellt, die in Kürze beantwortet werden soll.
Sorgen ernst nehmen
Der CDU-Kreisvorstand machte deutlich, dass die Sorgen der Anwohner in Eicken - aber auch in der Mönchengladbacher Bevölkerung - von der Union ernst genommen werden. Gespräche mit den Vertretern der Eickener Bürgerinitiative haben bereits stattgefunden. „Es ist daneben aber auch wichtig, dass gemeinsam mit den muslimischen Vereinen in Mönchengladbach deutlich gemacht wird, dass der Verein „Einladung zum Paradies“ nicht mit den islamischen Werten vereinbar ist und daher entschieden abgelehnt wird. Dieser Verein darf nicht die Integrationserfolge der vergangenen Jahre gefährden.“
Die CDU ist in Kontakt mit den anderen Parteien im Rat der Stadt, um gemeinsam eine entsprechende Resolution vorzubereiten, die zum Beispiel in der Ratssitzung am 22. September verabschiedet werden könnte.