

23.06.2010 (JK) - „Frauen müssen für gleichwertige Arbeit das Gleiche verdienen wie ihre männlichen Kollegen.“ Diese Forderung stand im Mittelpunkt eines Diskussionsabends der Frauen Union Mönchengladbach mit der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach. „Die Frauen Union hat in den letzten Jahrzehnten in Mönchengladbach und bundesweit viel für die Gleichberechtigung der Frauen erreicht, aber beim Thema Lohn gibt es noch Handlungsbedarf“, sagte die Vorsitzende der Mönchengladbacher Frauen Union, Manuela Luhnen, zu Beginn der Veranstaltung.
Bewusstsein wecken
Noch immer seien viel weniger Frauen in Führungspositionen als Männer. Gerade in Großunternehmen sei die Führungsebene kaum mit Frauen besetzt. „Wir müssen das Bewusstsein der Unternehmer wecken, dass Frauen in Führungspositionen eine große Chance für jedes Unternehmen sind, denn mit ihnen sind leistungsstarke Beschäftigte zu gewinnen, die auch im Hinblick auf den steigenden Fachkräftemangel dringend gebraucht werden“, so Fischbach. Für Führungskräfte müssten auch Teilzeitstellen angeboten werden. „Wir brauchen flexiblere Arbeitszeitmodelle in Führungspositionen,“ so die Bundestagsabgeordnete.
Beruflicher Wiedereinstieg
Ein weiterer zentraler Punkt sei der berufliche Wiedereinstieg von Frauen nach der Familienphase: „Mehr als 60 Prozent der Frauen in Deutschland, die heute zwischen 45 und 50 Jahren alt sind, haben ihre Berufstätigkeit familienbedingt unterbrochen. Die Verbesserung der Wiedereinstiegschancen von Frauen ist daher ein Kernelement einer modernen Gleichstellungspolitik“, so Fischbach.